Erfolgreicher Carve-out und Aufbau einer eigenständigen Entität

In kürzester Zeit haben wir einen bedeutenden Unternehmensbereich eines Konzerns im Energiesektor ausgegliedert und eine eigenständige Entität geschaffen. Unsere Transformation war geprägt von Effizienz und einem klaren Fokus auf die Minimierung möglicher Auswirkungen auf die Performance. Das Ergebnis? Ein reibungsloser Übergang, der zeigt, dass eine strategische Neuausrichtung nicht zwingend mit Geschwindigkeitsverlusten einhergehen muss.

Branche

Energie

Arbeitsfeld

Carve-Out

Jahr

2021 – 2022

Projektdauer

11 Monate

Mitarbeitende

ca. 200

Herausforderungen

Begonnen mit der Bewältigung großer Mengen an Altdaten erforderte es eine sorgfältige Bereinigung und Strukturierung, um die Grundlage für eine effektive Datenverwaltung im neuen Unternehmen zu legen. Zudem stellte das Fehlen bestimmter Erfahrungen und nicht übernommener Funktionen eine Hürde dar, die eine detaillierte Identifikation und möglicherweise den Aufbau neuer Kompetenzen erforderte. Das komplexe SAP-IT-System, das ursprünglich für das gesamte Unternehmen konzipiert war, erwies sich als zu umfangreich für das kleinere herausgelöste Unternehmen, und somit musste eine Anpassung und Optimierung der IT-Infrastruktur erfolgen.

Die Unklarheit in den bestehenden Vertragsverhältnissen sowie der äußerst enge Zeitplan für den Carve-out stellten weitere anspruchsvolle Aspekte dar. Nicht zuletzt wurden wenige Knowhow-Träger identifiziert, was eine effiziente Übertragung von Fachkenntnissen und Erfahrungen sicherstellen musste. Diese vielschichtigen Herausforderungen verdeutlichen die Notwendigkeit einer gründlichen Planung und eines agilen Vorgehens, um den erfolgreichen Übergang zu einer eigenständigen Entität zu gewährleisten.

Lösungs­ansatz

Um die komplexen Herausforderungen des Carve-outs erfolgreich zu bewältigen, wurde eine durchdachte Lösungsstrategie implementiert. Die Grundlage bildete eine frühzeitige technische und betriebswirtschaftliche Due Diligence, die eine umfassende Analyse der bestehenden Strukturen ermöglichte, um potenzielle Risiken und Chancen frühzeitig zu identifizieren. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse wurden gezielte Maßnahmen zum Rebranding abgeleitet, darunter Marketing-, Kommunikations- und Systemanpassungen, um eine nahtlose Integration in die neue Unternehmensstruktur zu gewährleisten. Zusätzlich wurde ein Transition Service Agreement (TSA) abgeschlossen, um einen reibungslosen Übergang zu ermöglichen und die kontinuierliche Unterstützung durch den Verkäufer sicherzustellen.

Die Planung einer neuen Systemlandschaft sowie die Auswahl geeigneter Dienstleister unter Berücksichtigung der technischen und wirtschaftlichen Vorgehensweise waren entscheidende Schritte. Die Übernahme der zentralen SAP-Komponenten inklusive aller abgrenzbaren Daten wurde gezielt durchgeführt, und es wurde ein Fokus darauf gelegt, eine agile Organisationsstruktur zügig aufzubauen. Durch gezielte Maßnahmen wurde das Wissensträger-Team gestärkt, um essentielles Fachwissen zu bewahren.

Der unverzügliche Abschluss aller Verträge mit früheren Lieferanten und Kunden rundete die Lösungsstrategie ab, um die Geschäftsbeziehungen nahtlos fortzuführen. Diese umfassende Herangehensweise legte den Grundstein für einen erfolgreichen Carve-out und ermöglichte die erfolgreiche Entwicklung der eigenständigen Entität innerhalb des Konzernverbunds.

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Technische & wirtschaftliche Benefits

Das Ergebnis dieses umfassenden Carve-outs und der anschließenden Entwicklung einer eigenständigen Entität innerhalb des Konzernverbunds zeichnet sich durch mehrere signifikante Erfolge aus:

  • Erstens führte die gezielte Verschlankung der Struktur und Organisation zu einer effizienteren und agileren Unternehmensstruktur. Durch die klare Definition von Zuständigkeiten, den Aufbau einer agilen Organisationsstruktur und die Fokussierung auf wesentliche Geschäftsbereiche wurde die Gesamtstruktur gestrafft, was zu einer verbesserten Flexibilität und Reaktionsfähigkeit auf Marktveränderungen führte.
  • Zweitens konnte eine Senkung der IT-Kosten erreicht werden. Durch die gezielte Übernahme der zentralen SAP-Komponenten und die Optimierung der IT-Infrastruktur für die neue eigenständige Einheit wurden redundante Systeme eliminiert und effizientere Prozesse eingeführt. Dies trug dazu bei, die Gesamtkosten im IT-Bereich zu reduzieren und Ressourcen effektiver einzusetzen.
  • Drittens erfolgte eine deutliche Verbesserung der Prozessabläufe. Die vorherige Analyse und Optimierung von Geschäftsprozessen im Rahmen der technischen und betriebswirtschaftlichen Due Diligence ermöglichte eine Neugestaltung und Effizienzsteigerung von Abläufen. Der Einsatz moderner Technologien und die Implementierung bewährter Praktiken trugen dazu bei, die Effektivität und Qualität der Unternehmensprozesse zu steigern.

Insgesamt resultierte das Ergebnis in einem agilen, kosteneffizienten und gut strukturierten Unternehmen, das in der Lage ist, eigenständig im Konzernverbund zu operieren. Die Verschlankung der Struktur, die Senkung der IT-Kosten und die Verbesserung der Prozessabläufe trugen dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und das Fundament für nachhaltigen Erfolg zu legen.

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